Der Vagabund im Garten – die Akelei

Die Akelei ist eine wunderschöne Staude, von denen es viele verschiedene Sorten und Farben gibt und ist aus den süddeutschen Gärten nicht mehr wegzudenken.

Akeleien gehören zu den Pflanzen, die gerne durch die Gärten ziehen und blühen, wo sie wollen und ich habe nicht vor sie zu steuern. Denn Akeleien säen sich selbstständig aus und lassen ihre schwarzen Samen einfach fallen. Viele trägt dann der Wind mit sich fort und verfrachtet sie an Plätze und plötzlich blühen sie dort, wo man sie nie vermutet. Genauso rätselhaft wie ihr nächster Standort so kann auch die Blütenfarbe sein. Nicht selten kommt es vor, dass Kreuzungen eine andere Blütenfarbe hervorbringen. Ich bin jedes Jahr begeistert, mit wie viel Anmut diese Pflanze meinen Garten verschönert. Üblicherweise werden Akelei Pflanzen ausgesät und in jedem guten Gartencenter gibt es Samen zu kaufen. Ab April kann man sie dann im Freiland aussäen, damit sie im zweiten Standjahr dann blühen. Für Ungeduldige gibt es die Akelei im Topf, vorgezogen in Gärtnereien zu kaufen. Je nach Sorte und Art variieren die Blütezeiten der Akelei ein wenig. Sie ist aber auf jeden Fall ein echter Sommerblüher.

Die Akelei liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Wichtig ist, dass der Boden durchlässig ist, denn Staunässe wird von der Pflanzen nicht vertragen. Sie bevorzugt ein eher kalkhaltig, mäßig nährstoffreiches Substrat. Will man das Aussamen und Verbreiten verhindern, sollten die Stängel der Akelei nach der Blüte abgeschnitten werden. Mit etwas Glück bekommt man im Herbst eine zweite Blüte. Die Pflanze ist winterhart und benötigt keinen Schutz. Um Schnecken braucht man sich keine Sorgen zu machen – sie verschmähen Blätter wie Blüten von der Akelei.

Auf den ersten Blick wirkt die Akelei zart und zerbrechlich, doch diese unkomplizierte Pflanze stellt keine großen Pflegeansprüche an den Hobbygärtner. Ganz im Gegenteil, die Akelei überrascht mich Jahr für Jahr mit einem neuen Standort und ich lasse die Schere lieber im Schrank.